/ Maja Ilisch. - Originalausgabe, 1. Auflage. - Hamburg : Verlag Friedrich Oetinger, [2026]. - 303 Seiten ; 22 cm
ISBN 978-3-7512-0748-5 Festeinband : 16,00 €
Stell dir vor, du ziehst nach der Trennung deiner Eltern in eine neue Wohnung.
In deinem Zimmer entdeckst du unter der Tapete alte Zeichnungen. Als du sie berührst, geschieht etwas Unglaubliches: Du reist in die Vergangenheit!
Genau das passiert der zwölfjährigen Frieke im Roman „Die verborgenen Bilder“ von Maja Ilisch. Durch geheimnisvolle Zeichnungen gelangt sie ins Jahr 1928 und lernt dort die gleichaltrige Ilsabeth kennen. Zwischen den beiden Mädchen entsteht eine enge Freundschaft. Frieke fühlt sich in Ilsabeths großer Familie willkommen und geborgen. Doch nach und nach bemerkt sie, dass sich die Stimmung in Deutschland verändert. Antisemitische Vorurteile und die Begeisterung vieler Menschen für Hitler werden immer stärker und bedrohen das friedliche Zusammenleben.
Besonders spannend an diesem Buch ist die Verbindung von Zeitreise, Familiengeschichte und historischen Ereignissen. Maja Ilisch zeigt nicht nur, was während der Zeit des Nationalsozialismus geschah, sondern auch, wie sich Vorurteile und Ausgrenzung schon Jahre zuvor entwickelt haben. Dadurch wird Geschichte lebendig und verständlich.
Besonders ins Auge fällt, wie die Autorin schwierige Themen wie Antisemitismus, Toleranz und Mut altersgerecht behandelt. Gleichzeitig bleibt die Geschichte spannend, weil man gemeinsam mit Frieke die Geheimnisse der Zeichnungen entdeckt und erlebt, wie sie Vergangenheit und Gegenwart miteinander vergleicht.
„Die verborgenen Bilder“ ist ein fesselnder Roman für Kinder und Jugendliche ab 12 Jahren. Wer spannende Geschichten, starke Freundschaften und interessante Einblicke in die deutsche Geschichte mag, wird dieses Buch gerne lesen. Es regt zum Nachdenken an und zeigt, wie wichtig es ist, für andere einzustehen und Vorurteilen entgegenzutreten.