Kriminalroman : Krimi zur Landesgartenschau / Wildis Streng. - Meßkirch : Gmeiner-Verlag GmbH, 2026. - 314 Seiten ; 21 cm. - (Lisa Luft und Heiko Wüst ; 12)
ISBN 978-3-8392-8055-3 Broschur : 14,00 €
Die Kommissare Lisa Luft und Heiko Wüst wollen auf der Landesgartenschau in Ellwangen einfach einmal durchatmen. Doch dann liegt eine Frau in der Jagst, die der römischen Blumengöttin Flora ähnelt - mit einem Pfeil in der Brust. Das Ermittlerduo übernimmt den Fall und stößt auf dem Gelände auf Römer in Rüstung mit tödlichen Geschossen, auf spirituelle Sinnsucher mit handfestem Motiv und auf verdächtig schweigsame Gärtner. Zwischen Rosenduft und Römerkult jagen Luft und Wüst einem grausamen Rätsel hinterher.
„Jagstleuchten“ von Wildis Streng ist der Krimi zur Landesgartenschau in Ellwangen. Für uns hat die Autorin ein paar Fragen zur Entstehung ihres neuen Krimis beantwortet.
Was macht Baden-Württemberg für Sie zu einem spannenden Krimi-Schauplatz?
Viele Orte in Baden-Württemberg sind irgendwie mystisch, wie ich finde. Man spürt dort etwas Altes, manchmal vielleicht sogar Naturmagisches. Auch die Menschen, die hier leben, eignen sich super als Krimi-Figuren – sie sind ungemein authentisch, einfach echt. Dabei achte ich immer darauf, keine „Holzhammer-Landmenschen“ auftreten zu lassen und meide Klischees. Das wirkt schnell albern. Ein Regionalkrimi soll eine Hommage an einen Landstrich und seine Bewohner sein und keine Bloßstellung. Witzig darf er aber durchaus sein.
Entdecke Sie die Orte gezielt für einen Roman oder entsteht die Geschichte manchmal erst durch den Ort?
Das kommt darauf an. Ich bin gebürtige Hohenloherin und seit 2012 nach einem langen Aufenthalt in Karlsruhe wieder in der Gegend. Seither nehme ich die Feste und die Kultur, die hier stattfinden, besonders intensiv wahr und genieße alle Events. Zum Beispiel das Eberbacher Gassenfest, wo ich sowieso hingegangen bin, und dann gleichzeitig mit ein paar Hüttenfreunden die Idee hatte, dort einen Roman spielen zu lassen. Ich befrage dann immer die Menschen, die dort organisieren oder dabei sind, und entwickle aus diesen Interviews meine Krimihandlung. Die Idee zum Landesgartenschaukrimi kam allerdings vom Verlag, diesen Ort musste ich mir gezielt aneignen und vor Ort recherchieren. Ich war zwar schon öfters im Wellenbad, aber das Gelände an der Jagst kannte ich nicht.
Was war die größte Herausforderung daran, die Handlung rund um die Landesgartenschau anzusiedeln?
Eigentlich drei Dinge: Erstens, dass es die Landesgartenschau ja noch gar nicht gab, als ich geschrieben habe. Ich habe mir also das Gelände im Bau zeigen lassen, Pläne studiert und mir dann eine Geschichte ausgedacht, die dort spielt. Außerdem ist „Jagstleuchten“ für mich ein „interkultureller Krimi“ – mit einem Augenzwinkern. Aber auch, wenn Crailsheim nur 20 km von Ellwangen entfernt liegt, ist die Mentalität eine andere. Eigentlich schreibe ich ja Hohenlohe-Krimis. Ich wollte daher nicht einfach so „fremd gehen“ und habe auch Hohenloher Figuren eingebaut. Drittens war es natürlich nicht einfach, die Ellwanger im Roman richtig sprechen zu lassen – nichts ist im Regionalkrimi peinlicher als falsch geschriebener Dialekt! Bei den Passagen auf Ellwangerisch habe ich mir also Hilfe von einem echten Ellwanger geholt und mit ihm gemeinsam übersetzt.
Wildis Streng wurde in Crailsheim geboren und ist dort aufgewachsen. Nach dem Abitur studierte sie Germanistik und Malerei in Karlsruhe. Seit 2006 unterrichtet sie in Crailsheim Deutsch und Bildende Kunst am Gymnasium. In ihrer Freizeit widmet sie sich der Malerei, Fotografie und dem Schreiben. Sie veröffentlichte bereits über zehn Kriminalromane rund um das sympathische Ermittlerduo Lisa Luft und Heiko Wüst.